intro dornbirn 2015OL WEEKEND IN DORNBIRN

16./17. Mai 2015

CH – AT OL, das klingt so vertraut. Lieben wir doch alle das Chatten und das OLen! Aber eigentlich verbergen sich dahinter die Schweiz und Österreich, die gemeinsames Orienteering veranstalteten. Genaugenommen St. Gallen Orienteering unter Mario Amann und der Laufklub Kompass Innsbruck unter Hans Georg Gratzer. Die beiden chatteten über mehrere Monate lang, um 2000 Teilnehmern ein grandioses OL Festival zu bescheren.

Da Mario Amanns Mannen gerne selber liefen (es fand ja am Sonntag eine Schweizer Meisterschaft über die Sprintdistanz statt!), stellte HG viele, viele Arbeitskräfte, die gehörig anpackten. Unter OL erfahrenen Innsbrucker LKI lern und Fulpmern auch zahlreiche Eltern der Imster Kinder, die nicht wenig staunten über das Niveau der Schweizer Athleten und deren ruhige, äußerst professionelle Wettkampfvorbereitung. Den Hut zogen sie auch vor allen Senioren, die mit so viel Eifer und Freude kämpfen.

Adrian Wickert stand die beiden Tage regelrecht unter Strom, war er doch für die heikle Zeitnehmung verantwortlich. Mit seinem Knowhow trug auch er sehr viel zu einem gelungenen OL Wochenende im Ländle bei.

Mit solch einem starken Team im Hintergrund blickt HG nun zuversichtlich und optimistisch unseren nächsten beiden Großevents entgegen, der SKI O Jugend EM und Junioren WM in Obertilliach (Feber/März 2016 und den „Five Days of Tyrol“ (2017 im Wipptal und Imst).

Am Samstag wurde auf der neuen Karte Laterns – Gapfohl ein Cuplauf über die Mitteldistanz ausgetragen. Noch am nächsten Tag schwärmten viele vom fantastisch geeigneten Gelände und der guten Bahnlegung. Beides entsprach dem Charakter einer Mitteldistanz optimal. Dass es mitunter extrem sumpfig war, das war nicht weiter schlimm. Dass man aber am nächsten Tag beim Stadtsprint in braunbeschmiertes und –gesprenkeltes Outfit schlüpfen musste, das erzeugte selbst bei Kindern die Einstellung „Augen zu und durch!“

Einige Tiroler trumpften stark auf! Martina Kogler, die momentan auf der Siegerwelle schwimmt …ui … das ist nun überhaupt nicht richtig ausgedrückt, sie schwimmt und fischt ja nicht, sondern läuft schnell, stark und zielstrebig die Posten an, sicher, wie Eliteathletinnen. Sie gewinnt die österreichische Wertung in der D55 Kategorie an beiden Tagen! Auch Sabine Scholl (D50) fallen die Postenschirme in Windeseile in die Arme. Am Ende winken die 2. Podestplätze. Ein richtiger Haudege im Stadtsprint ist und bleibt Johannes Wechselberger. Schon wieder ein erster Platz! Zurück meldet sich Helga Eder mit zwei gelungenen Läufen und zwei ersten Plätzen in der Kategorie D65. Hermann Knoflach besuchte „sein Ländle“; kam, sah und siegte!

Ja, da müssen sich die Jungen eine Scheibe abschneiden. Aber auch sie sind auf dem Vormarsch. Der 4. Platz von Lena Ennemoser und der 10. Platz (österreichische Wertung!) von Lisa Ennemoser in der D14 (in der sie heuer noch zu den „Neuen“ gehören) über die Mitteldistanz sind echt super! Newcomerin Lisa Moosmann, ebenfalls D14 braucht noch ein wenig Routine, wird aber schon bald auch die Top 10 erreichen. Katharina Huter, Sebastian Florian( leider Schwierigkeiten mit dem Maßstab im Sprint!) und Vanessa Praxmarer (D/H 12) steigern sich von Rennen zu Rennen. Katharina wird sogar überraschend Dritte in der Sprintdisziplin. Maximilian Egger und Martin Kofler laufen vor allem im Sprint eine tolle Zeit. Nur ein paar Sekunden trennen Maxi von Platz drei. Martin wiederum landet im Sumpfgehege weit vorne!

Ganz still und leise liefen Sophia Löschnig (Middle) und Melanie Huber (Sprint) jeweils auf Rang drei bei den Damen 15-18.

Unsere Minis (Lilli Egger, Anika Florian, Maximilian Rass, Theresa Ferrari und Magdalena Rass hatten viel Freude mit der D/H 10 Bahn, die am Samstag als Smily-Frusty Lauf ausgesteckt war.

Zwei große Ziele vor Augen hatte Celina Dabernig, nämlich den Einzug in den österreichischen Jugendkader und die Teilnahme an der Jugendeuropameisterschaft in Rumänien. Die beiden Läufe in Vorarlberg und die Langdistanz auf der Serles am Feiertag bedeuteten für sie Qualiläufe, bei denen sie erfreulich gut abschnitt. Sie zählt mit ihren 15 Jahren bereits zu den acht besten Damen-16 Eliteläuferinnen Österreichs. Auf eine Teilnahme bei der EM wird sie wohl noch ein Jahr warten müssen (es gibt nur 4 Plätze!), aber der Kader macht sich schön langsam auf ein neues Mitglied bereit.

Gratulation an alle ! Auch an diejenigen, die weniger gut abschnitten. Das Bemühen und Durchbeißen alleine sind auch goldeswert!!!

Auf was ich persönlich mich wieder richtig freue, das ist der nächste Tirolcup, bei dem kein Massenstrom und Tumult nervös und schwindlig machen, höchstens steile Anstiege.

Bericht: Karin Lugsteiner

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