intro hechtsee1 2015TM Mitteldistanz/08. Tirolcup

Hechtsee

20. 09. 2015

 

Wenn der OLK Kufstein zu einem Rennen ruft, dann freut man sich immer ganz besonders auf eine Überraschung. Dieses Mal steckte diese im idyllischen Startgelände und in den originellen Preisen. Beides wurde mit viel Liebe ausgesucht, durchdacht und gestaltet.

Dicke Regentropfen, feine Tröpfchen, trockene Fahrbahn, wässrige Sonne und Schauer wechselten auf der zweistündigen Fahrt vom Tiroler Oberland zum Hechtsee im Minutentakt. Das kann ja heute mitunter sehr feucht werden! Doch siehe da, kaum am Hechtsee angekommen, verebbten die Tropfen. Fein!

Auf geht’s, hinein ins OL Outfit und … wie immer… nachmelden, Stick vergessen… neue Nummer melden, Startgelder zahlen, Kompasse austeilen, Kids instruieren, Anweisungen erteilen, Problemchen lösen, Fragen beantworten, Shadowingkinder und Eltern informieren, beruhigen, auf HGs Hilfe verweisen, ….doch wo bleibt er bloß?!?

Nicht einmal bei ihm läuten die Alarmglocken. Karin hat Startzeit 0:00!!! Das macht anständig Rotieren und Schwitzen mit meiner großen Herde. Aber irgendwie schaffe ich es und spätestens ab dem Anmarsch zum Start ist alle Hektik wie weggeflogen. Ich liebe ebene Spazierwege entlang solch klarer, ruhiger Gewässer. Und dieser so angenehme Walk führte noch dazu an einen wunderschönen Ort, der mit seiner Brücke, dem Seeufer und den „gstandenen“ Hechten und Karpfen im Wasser, so nah, so friedlich, Bilder und Stimmungen aus japanischen Bilderbüchern weckte.

Doch zum Träumen blieb nicht lange Zeit, denn gleich hinter dem Kartenstartposten wurde das Gelände, wenn man den Weg verließ, ruppig, struppig und rutschig auf Grund etlicher am Boden liegender feuchter Äste. Bahnleger Konrad Horst schickte uns auch gerne mal mitten ins Grüne!

Die großen Postenringelen und klaren, kräftigen Verbindungslinien auf der Karte waren für mich der Hammer. Darunter schien alles recht deutlich und einfach zu sein. Endlich mal eine Karte für nicht mehr ganz fitte Augen! Aber Moment mal, da fehlt doch ein wirklich großer, prägnanter Stein, hier ein riesiger Wurzelstock, hier dies und dort das. Vor allem die Kinder jammern und berichten, dass so viel nicht auf der Karte ist. Einerseits erfreulich, dass sie es bemerken, aber andererseits ist es nicht gut, wenn man zu pinggelig wird und sich auf Objekte, die fehlen, versteift. Ignorieren lernen und lernen zu strukturieren, wie es schön im OL Fachjargon heißt. Spart sehr viel Zeit! Wenn’s halt so leicht wäre, wie gesagt!

Eine große Überraschung für alle war Celina Dabernigs Antreten in der Damen Eliteklasse. Dass sie diese auch noch mit zwei Minuten Vorsprung auf Zuzana Weissova gewinnt, das war eine sensationelle Leistung, mit der, außer HG, niemand gerechnet hatte. Wir freuen uns alle sehr und gratulieren herzlich!

Auch in der Herren Eliteklasse gab es eine Überraschung. Diese konnte nämlich in Abwesenheit von Bruder Bernhard und Adrian Wickert, Matthias Kogler, der sonst nicht allzu viel mit OL am Hut hat, gewinnen.

Alle freuten sich über die selbstgebackenen Lebkuchenkompasse, die auch ein wenig an japanische Kunst erinnern. Die Idee ist einfach genial!

Genauso eine gute Idee war es die Shadowingklasse vor zwei Jahren einzuführen. Bald schon wird sie die zahlenmäßig stärkste Gruppe sein. Die kleinen Knirpse geben ihren Eltern mächtig Gas!

Es war ein gelungener Herbstauftakt. Einer meiner neuen Sprößlinge meinte, „des isch ja volle cool!!!“ Womit er eindeutig Recht hat!

Vielen Dank an Martina Kogler und ihrem Gefolge im OLK Kufstein.

Bericht: Karrin Lugsteiner

 

 

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