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ÖM Nacht und 9.AC (Sprint)

Wien, Laxenburg und Favoriten

22./23. November

Es war ein Wochenende mit vielen Strapazen, engen Räumlichkeiten, nicht optimal funktionierenden Systemen, neuen OL Erfahrungen, und neuen Erfahrungen mit den „Gschrappen“, wie HG sie liebevoll bezeichnet.

Modischer Chick kommt vor Gesundheit und Teamdenken. Sogenannte imaginäre Grusel Clowns verderben unbewusst herrlichen Nacht OL Flow. Ohne trendigem, eisigen Starbucks Kaffee und tonnenweise Kentucky fried chicken hat man schlechte Laune. Mit selbigem Food ist man auf 150 oder hat Magenschmerzen. Läuft im System mal was schief, verliert man sofort Geduld und Nerven. Dass Tee heiß ist, merkt man zu spät. Dass man seine sieben Zwetschken stets im Rucksack verstauen soll, daran muss Karin zum x-ten Mal erinnern und wird auch mal zornig, wenn’s noch immer nicht klappt. Einzusehen, dass man in der Nacht nicht ohne langärmeligem Funktionsshirt unter dem luftigen LKI Shirt läuft, dazu braucht es mitunter eine Pistole am Rücken. Eine solche hilft aber nicht mal, wenn’s darum geht, nach dem Lauf bei fast Minusgraden, mit warmen Socken in frische Schuhe zu schlüpfen und nicht barfuß, weil eben modisch nicht akzeptabel. Und frische Bettwäsche auf den Betten packt man lieber nicht aus. Es könnte erstens in Arbeit ausarten und zweitens mehr Geld kosten.

HG hat sich die Mühe gemacht für uns eine günstige Unterkunft so ca. in der Mitte von Wien Hauptbahnhof, Schloss Laxenburg und Karl- Wrba- Hof in Favoriten zu finden. Fußmärsche, U-bahn, Strassenbahn, Bus und Taxi halfen uns stets rechtzeitig zu den Wettkampfzentren zu gelangen. Da brauchte es einen ausgeklügelten Plan!

Diesen benötigte man aber auch bei den Bewerben. Speziell der Karl-Wrba-Hof, die sogenannte Senfanlage, mit ihren 1048 senffarbenen Wohnungen und 35 Stiegen in unterschiedlichen Bauhöhen, hatte es faustdick hinter den Ohren. Nicht umsonst wurde die Karte im Massstab 1:3000 gezeichnet. Anders wäre sie bei Tempo in diesem riesigen Betonlabyrinth schier unmöglich zu lesen. Diese ungewohnte Herausforderung kam aber sehr gut an, weil man eben extrem aufpassen und höchst konzentriert die Laufwege planen musste.

Am besten gelang dies Martina Kogler (OL Kufstein), die sowohl den Sprint im Karl-Wrba- Hof, als auch den Nacht OL im Schlosspark Laxenburg überlegen gewann und somit auch die Austriacup Gesamtwertung endgültig für sich entscheiden konnte. Die Mädels in der D -14 Klasse ( Lena und Lisa Ennemoser, Elisa Posch und Lisa Moosmann ) platzierten sich alle, bis auf Tanja Mark, unter den ersten 10 von 16, wobei Lena Ennemoser auf das Stockerl lief. Nur 4 Sekunden trennten sie von Silber, was sie ohne Sturzpech im Zielsprint sicherlich erreicht hätte.

Viele Laufmeter, aber noch wenige OL Meter hat Xaver Pupeter( H12) in Beinen und Kopf. Trotzdem zeigte er eine passable Leistung. Wir werden sicherlich noch öfter von ihm hören.

Unsere H15-18 Brigade ( Martin Ewerz, Fabian Schirmer, Simon Ambacher und Dorian Dialer) mischt stets gut mit, aber für einen vorderen Platz reicht es meist nicht. Diesmal übertrumpfte Dorian seine Kollegen. Er hat sich während dieser Saison stark verbessert. In Abwesenheit von Martin Kofler und Lorenz Schnegg, die aus Verletzungsgründen kaum oder nur wenige Rennen mitmachen konnten, führt er im Tirolcup. Bravo! Bravo!

Auch der Nachtlauf im Schlosspark Laxenburg gefiel ausgesprochen gut. Wichtig war eine Lampe, die weit schien, um die Waldnester, auf die man zusteuern wollte, deutlich zu sehen. Die null Höhenmeter waren ausgesprochen angenehm. Die Routen ließen richtige Tempostrecken zu. Da konnte man sich mal auspowern! Lena und Lisa Ennemoser erkämpften gemeinsam eine Bronzemedaille.

Weniger happy waren wir mit den Räumlichkeiten. Wir alle versuchten im Gewurl verzweifelt einen kleinen Umkleideplatz zu finden. Dabei fühlte ich mich, wie eine Henne in einer Legebatterie. HG hatte eine Wundertüte eingepackt: HUMOR!!! Wir bekamen alle eine Überdosis davon, die herrlich gut tat! So kamen unsere „Gschrappen“ und ich letztendlich zufrieden und glücklich durch den Abend und durch die Nacht.

Bericht: Karin Lugsteiner

 

 

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