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Igls, 12.11.2016

 

Der 10. Tirolcup in Igls entpuppte sich als überraschend gut gelungener Saisonabschluss, den Frontman Wolfgang Madl mit der jungen Garde des LKII inszenierte. Einmal alte gewohnte Rituale ändern und einen neuen Weg gehen, hieß die Devise.

Wir alle, anfangs ziemlich skeptisch, fingen Feuer:

…endlich eine OL Variante, die Gegnerkontakt bis knapp vor Ende des Laufes ausschaltet.

…endlich ein OL Wettkampf, der für Zuseher, Eltern und Betreuer amüsant und spannend ist.

…endlich eine kleine handliche Karte in der Hand und kein „ungführiges“ Monsterzeitungsblatt.

…endlich ein frischer Wind mit neuen Ideen und Impulsen.

Einerstaffel?!? Vier Runden?!? Hast schon die Läuferinfo gelesen? Klingt höchst kompliziert! Das wird ja was werden! Manch einer rümpfte bedenklich die Nase. Zudem noch Schnee und Kälte! Mit gemischten Gefühlen packte man die OL Sachen und tuckerte nach Innsbruck und Igls. Am Parkplatz der Patscherkofelbahn traf man sich und ratschte auch prompt zu lange. Auf zum Start, zur Demo und Einführung!

Vor einem riesigen Äste Wigwam, mitten auf einer großen Waldlichtung, befand sich gut markiert die sogenannte Start- und Wechselzone. Alles war perfekt vorbereitet und siehe da, sah plötzlich gar nicht mehr kompliziert aus, sondern klang „logo“! Ein neues OL Spiel wurde mit Begeisterung eröffnet! Indianerhäuptling „Hohe Schule des Denkens“ durfte sich über reges Interesse und die Zuseher über emsiges Treiben auf diesem Bahnenknotenpunkt freuen.

Es ist einfach genial, wenn man weiß, dass die Gegner innerhalb der eigenen Gruppe ganz eine andere Bahn laufen und die Möglichkeit eingeholt zu werden oder aufzulaufen äußerst minimal ist. Erst nach der dritten Runde könnte man zusammentreffen und eine Jagdstartsituation erleben. Der Genuss am OLen steigt immens!!! Noch dazu besteht die Chance auf der einen oder anderen Runde vielleicht auf Läufer/Innen anderer Kategorien zu stoßen und von ihnen zu lernen, ohne in den Fluch des Nachlaufens zu geraten, oder auch umgekehrt, anderen indirekt zu helfen.

Nicht unbedingt so glücklich mit dieser Bahnenaufteilung waren jedoch die Kleinen, die Mädchen und Buben der D/H 12 Kategorie. Sie blieben zu viel auf sich alleine gestellt. Es sind etliche dabei, die noch sehr unsicher sind und es lieben zusammen zu treffen und gemeinsame Arbeit zu machen. Die Streckenlänge insgesamt war zudem recht lange, wofür die Konzentration nicht hielt. Zwei Runden und die Finalrunde hätten auch gereicht. Freilich geht dann der Charakter von Wolfis Überlegungen verloren. Die größte Herausforderung ist immer das perfekte Zuschneiden eines Wettkampfes auf die „Frischlinge“. Sie brauchen die meiste Aufmerksamkeit, die besten Karten, die optimalsten Bahnen, die schönsten Preise, etc. Da sind wir in Tirol auf einem guten Weg!

Der Igler Wald ist und bleibt wunderschön zum Laufen und ideal zum Orientieren. In den meisten Klassen wurde hart um begehrte Punkte gekämpft und so mancher Tirolcupsieg wurde erst im Ziel entschieden. Fabian Schirmer meinte , „I han zwar koane Muskln, aber dafir Turbo in die Boaner!“ Und genau diesen Turbo konnte man in diesem Gelände perfekt einsetzen.

Groß war die Freude bei allen nach der dritten anstrengenden Runde: „Nur mehr zwei Posten! Noch dazu bergab!“

… endlich findet auch dieses neue interessante Spiel ein Ende.

…endlich ist genug gekämpft.

…endlich darf man feiern. Bei der TIFOL GALA am 27. November!

Auf eine Neuauflage dieses Konzepts in der Saison 2017 freuen wir uns. Danke, lieber Wolfi, dass du dir gerne Gedanken machst und klügelst.

Bericht: Karin Lugsteiner

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