intro Hartberg 2017ÖSTM Langdistanz /6. AC + ÖSTM Sprint /7. AC

Hartberg,

16./17.09.2017

 

Hartberg bescherte uns harte Tage. Elendslange Anfahrt und Heimfahrt, Regen, Kälte, langer Anmarsch zum Start unter Zeitdruck und harte Kämpfe. Trotzdem bewiesen wir Einsatz und Stärke sowohl am Ringkogel als auch direkt in der adretten Stadt. Lustige, freudvolle Momente, wie immer, wenn wir unterwegs sind, wärmten, stimmten froh und machten den harten Kern weich.

Sei es Sabrina, die man zum Knuddeln gern hat, Chauffeur Florian, der sämtliche Mädchenherzen höher schlagen lässt, aber auch mit den Jungs Gespräche führt von Kumpel zu Kumpel, sei es Barbaras Geburtstag mit dreierlei Kuchen und Partyrakete, HGs und Karins neues, viel bestauntes Zeltseparee, ein gemütliches Abendessen im Bräuhaus, sehr schönes Ambiente in den beiden Wettkampfzentren, die Begegnung mit Freunden aus allen Bundesländern.

Nein, ich möchte mit diesen Schilderungen nicht von den Leistungen ablenken. Die waren nämlich wieder mal echt erfreulich und gut. Lena Ennemoser (D16 Elite) schien nicht glücklich bei der Langdistanz als Erste ins Rennen gehen zu müssen. Da summierten sich dann auch, bedingt durch Nervosität, einige kleine Fehlerchen. Es reichte aber trotzdem zu Platz 4, gefolgt von Schwester Lisa, die mit ihrem Lauf und dem Ergebnis sehr zufrieden war. Am Sonntag war Lena wieder die Alte, sie freute sich aufs Rennen, war angriffslustig und fokussiert. Nur 4 Sekunden hinter Anna Gröll aus Graz lief sie ein beinah fehlerloses Rennen. Der Bann, bei Stadtsprints aus mangelnder Trainingsmöglichkeit nicht so gut abzuscheiden, ist damit gebrochen. Lena strahlt!

Aber auch David Perktold, für den Lena ein großes Vorbild ist, macht immer mehr auf sich aufmerksam. Er freut sich darauf nächstes Jahr bei den Herren 12 starten zu dürfen. Er liebt tricky Bahnen. Bei den Rennen in Hartberg wurde er Dritter am Samstag (Lang) und Zweiter am Sonntag (Sprint).

Simon Ambacher und Lorenz Schnegg dominieren die H15 -18 Klasse, doch Lorenz kam am Samstag zu spät zum Start (nicht seine Schuld!) und stempelte beim Sprint den letzten Posten allzu eilig, was zur Disqualifikation führte. Der Sieg ging an Simon!

Ziemlich gut läuft es in letzter Zeit auch Elisa Posch in der D14 Klasse. Ein dritter (Bronze in der österr. Schülermeisterschaft Lang) und ein fünfter Platz sind sehr erfreulich.

Maximilian Egger fühlte mal in das Können und in die Bahnen des österr. Jugendkaders (H16 Elite).Mithalten geht, aber ganz vorne mitmischen, da fehlt beträchtliches Trainingspensum, bedingt durch die schulische Situation mit viel Nachmittagsunterricht.

Unsere drei H14 Burschen, Sebastian Florian, Leo Schnegg und Benedikt Perktold wechseln sich mit ihren Platzierungen ständig ab. Diesmal war Sebi vorne mit passabler Leistung im Mittelfeld. Ebenso rangieren Schwester Anika(D12) und Felix Moosmann (H12) mit ihren Leistungen an beiden Tagen in der Mitte des Teilnehmerfeldes.

Mutig begleitet uns des öfteren Maximilian Rass (H12). Er schlägt sich tapfer, obwohl er nicht die Möglichkeit hat kontinuierlich zu trainieren.

Freilich haben auch Sissi (Silber in der österr. Seniorenmeisterschaft Lang) und Helga (zweimal 2.) wieder zugeschlagen. Und hört, hört: Barbara Perktold und Herbert Mark liefen jeweils auf den 3. Platz in der Hobbyklasse. Super!

Beide Läufe, sowohl im Wald als auch in der Stadt, waren äußerst interessant. Eine O-Tauglichkeitsprüfung hätten beide Gelände mit Bravour bestanden. Doch die Weglänge des Anmarsches stimmte weder am Samstag noch am Sonntag und wurde etlichen zum Verhängnis. Bewusste Unehrlichkeit von Seiten der Veranstalter, um die Gemüter nicht noch mehr zu erhitzen?!? Der Verdacht ist groß!

Was nachdenklich und traurig stimmte, das war die Siegerehrung am Samstag. Es gab Medaillen in allen Meisterklassen und einen Handshake in allen anderen Klassen. Nicht mal für die Kleinen in der H10 Klasse, die eine große Leistung vollbrachten, hatte man eine Kleinigkeit vorbereitet. Ein Armutszeichen für die Sportunion Schöckl Orienteering. Es will nicht in meinen Kopf, wie man das ohne rot zu werden, so geizig durchziehen kann. Wer auch fehlte, das war Speaker Wolfgang Pötsch, der Schwung und Pepp in das Geschehen bringt und vor allem Siegerehrungen nicht fad werden lässt.

Wie heißt es doch, „ Außen hart und innen weich“ …das war Hartberg!

Bericht: Karin Lugsteiner

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