Tiroler Meisterschaft über die Mitteldistanz und 7. Tirolcup in Hoch-Imst


Hoch-Imst ist immer eine Reise wert. Da dröhnt der Bach in einer atemberaubenden Schlucht, da gibt’s viele Highlights für große und kleine Kinder und Junggebliebene, da verwöhnt die Familie Bauer Läufer, Arbeiter, Zuschauer und Gäste mit Ziachkiachl in allen Variationen, da entdeckt man romantische Platzln und Gefährte, da schämt sich der Regen garstig zu sein.


Adrian präsentierte sein Erstlingswerk. Viele Monate tüftelte er an interessanten, anspruchsvollen Bahnen. Seine Arbeit war 1A und wurde mit Applaus, Dank und Anerkennung bezollt. Als Startareal wählte er eine beeindruckende Arena.  Wir versammelten uns auf einer Brücke. Blickte man nach links, dann konnte man die wildromantische, imposante Rosengartenschlucht erahnen. Sah man nach rechts, breitete sich ein immens großes, weites Bachbett aus. Hm -wo mag der Lauf nun wohl hinführen? Aha, über die Schlucht! Cool! Puh – das geht ganz schön auf und ab!


Manche Posten waren ziemlich leicht und spornten an, Gas zu geben. Zu manch anderen wiederum benötigte man gefinkelte Strategien und, wenn man bloß hätte, ein Peilgerät. Schöne große Felsen thronen hier in Imst, nicht wahr? Und viele Wacholderstauden! Habt ihr die üppigen dunkelblauen Beeren darauf realisiert? Mmmmhh, ich werde mein Laufgwandl nicht so schnell waschen. Es duftet so herrlich nach Wacholderwald und Brunfthirschen.


Der LKI war mit der Durchführung der Meisterschaften betraut. Bis auf ein paar Kleinigkeiten, zum Beispiel eine Läuferinfo, die es nicht an die Anschlagtafel schaffte, lief alles rund und okay. Wer Arbeit sah, packte an. Aber das Fernbleiben etlicher Vereinsmitglieder, die der trockenen Anziehungskraft der Couch nicht widerstehen konnten, das passte irgendwie nicht dazu. HG als Ausrufer am Start vernahm zu oft keine Antwort!!! Hey, es hätte sogar einen kostenlosen Ziachkiachl Ranglistenbewerb gegeben! Seid ihr zu Normalbürgern geworden, die sich bei Regen verkriechen?!?


Also von mir bekommt ihr an dieser Stelle eine Rüge! Schämt euch! Den eigenen Verein so in Stich lassen!


Wie schnell man die Bahnen absolvieren kann, das zeigten uns finnische und italienische Gäste. Als ob’s ein Kinderspiel wär’, flogen sie durch den Wald!


Doch viele LKI-ler liefen auch auf die besten Plätze. In der Damen 13/14 Klasse gab’s eine Überraschung. Sarah Gosch, die erst vor kurzem zu meiner Neigungsgruppe stieß, holte sich den Meistertitel. In der Herren 13/14 Klasse gelang Lukas Thaler ein Treffer in die Mitte. Er ließ starke Gegner aus Absam und Kitzbühel hinter sich! Sabine Scholl war eine Klasse für sich, einfach nicht zum „Einderholen“! An Helga konnten Ines, Maria und ich mal ziemlich nahe rankommen. Das verleiht uns Flügel fürs nächste Rennen!  Drei Imster Buben, David und 2xMartin hatten leider keine anderen Gegner und liefen untereinander um die Ränge 1-3. Jona verpasste knapp den Sieg. Wolfgang Ferrari gewann überlegen. In der offenen Klasse schaffte es Jürgen Thaler schon wieder weit nach vorne. Silber glänzen nun nicht mehr nur die geliebten Berge!


Unsere schnellen drei jungen Damen, Johanna, Vera und Barbara hüpften in genannter Reihenfolge aufs Podest. Barbara mit Töchterlein Theresa, die eine Stofftiermedaille umhängen hatte. Ganz liebe gab’s beim Kinderfähnchen- OL zu erobern!


Eine hochspannende und interessante Klasse war die H19-34. Thomas Widmann, Markus Bianchi und Michael Kuttner konnten sich mit äußerst wendigen und orientierungstechnisch gut geschulten Läufern aus Wien, Finnland, Italien, Ungarn und Deutschland messen. Einige von ihnen sind Neuerwerbungen des LKI, haben aber noch nicht die Berechtigung, eine Tiroler Meisterschaftsmedaille zu gewinnen. In der Tiroler Wertung lautete die Reihenfolge sodann: Thomas – Markus - Michael


Der kleine Lukas Kohlweg durfte auch auf das höchste Podest steigen. Schnuppern mit Mama (OL Neuling), das ist lustig!


Übrigens, auf den Fotos werdet ihr alle LKI-ler mit neuen, einheitlichen Fleecejacken entdecken. HG überraschte damit. Sie sind für Siegerehrungen gedacht! Also wieder mitmachen, euch anstrengen und dann hineinschlüpfen dürfen!


Es war familiär, unterhaltsam und heimelig auf der kleinen Spielwiese, dort wo man einlief, huangerte, sich stärkte und geehrt wurde. Das verdanken wir vor allem Familie Bauer und allen Helfern.


Aber auch der neu erworbenen Lautsprecheranlage. Diese ist übrigens auf der Suche nach einem Partner, der viel Zeit für sie hat und gern und viel mit ihr sprechen möchte. Wer fühlt sich angesprochen?!? Sie besticht durch ihre schöne Form und Unkompliziertheit!


Ich denke Hoch-Imst werden alle in lieber Erinnerung behalten!


Jetzt verrate ich euch noch etwas. Harald (Jona Papa) hat einen sehr schönen Traum. „Drei Tage Lauf in Hoch-Imst“. Es fängt schon an zu kribbeln! Bei euch auch?


 Bericht: Karin Lugsteiner







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