DSCN0056ÖM Mannschaft

Gutenbrunn

09./10. Juni 2018

Von den beiden österreichischen Meisterschaften über die lange Distanz und Mannschaft kommen wir mit euphorischen aber auch traurigen Gefühlen zurück.

Jubelnd über die hervorragenden Leistungen unserer Jüngsten, niedergeschlagen von den neuerlichen Verletzungen, die uns im heurigen Jahr konstant verfolgen. Frohgemut natürlich auch über die nette, aufregende Zeit, die wir miteinander verbrachten.

Eine kleine, urige Biathlonanlage mit einladendem Badesee bildete den Mittelpunkt des spannenden Geschehens. Hätten wir zwei Wochen vorher gewusst, dass es dort so nett ist und natürlich das Wetter passt, hätten wir direkt dort im Zelt und im Freien unser Nachtlager aufgeschlagen. Allerdings hätten wir dann das köstliche Frühstück in der Volksschule von Gutenbrunn versäumt. Nochmals vielen herzlichen Dank dafür!

Der Wiener Verein Transdanubien bemühte sich sehr mit einer großen Mannschaft für unser aller Wohl und Zufriedenheit zu sorgen. Basierend auf einem äußerst detailreichen Laufgebiet, präzise aufgenommen, und sehr gut überlegter Bahnlegung, gelang es, die Herzen aller OL Liebhaber tief zu berühren.

Mit Maximilian Rass und David Perktold besitzt unser Verein vielversprechende Talente, die in ihrer Kategorie H12 ständig am Stockerl landen. Mit Maximilians erneuten Sieg über die Langdistanz rückt das große Ziel, die österr. Rangliste zu gewinnen, immer näher. Gemeinsam mit Benedikt und David Perktold führte er auch die OII H13/14 Mannschaft auf den 2. Stockerlplatz im Mannschaftsbewerb.

Noch jünger und nicht minder heiß im Rennen ist vor allem Lilli Egger in der D10 Klasse. Sie gewann an diesem Wochenende beide Rennen mit fantastischen Zeiten.

Schade war, dass Nathan Wolf in der H10 Klasse der einzige Starter war. Er absolvierte einen fehlerfreien Lauf und seinen Pokal ließ er während der ganzen langen Heimreise nicht mehr los.

Aufgeben, wegen starken Knieschmerzen, musste Lena Ennemoser. Da Lisa Moosmann auch noch immer mit starken Knieschmerzen kämpft, fiel auch die D15-18 Mannschaft, die Medaillenchancen gehabt hätte, leider aus.

Sehr gut in Form sind momentan Maximilian Egger und Fabian Schirmer. Der erste und zweite Platz in der Kategorie H 15-18 freut uns sehr.

Da sich unsere Gruppe inzwischen aus kleinen Kindern, Teens, volljährigen Jungmännern und Erwachsenen zusammensetzt, gilt es beim gemeinsamen Schlafen in einer Turnhalle viel Rücksicht aufeinander zu nehmen. Die Kleinen sollten früh schlafen, die Erwachsenen sind müde und würden auch gerne bald Ruhe haben, die Jugendlichen und Jungmänner hätten am liebsten noch Partystimmung. Umgekehrt das Bild am Morgen. Die Kleinen würden so gerne mit dem ersten Hahn um die Wette krähen und einen Hindernislauf um und über alle Schlafsackmumien veranstalten, während alle anderen den Kopf tief in den Schlafsack stecken um bis zur allerletzten Sekunde faul zu sein.

Schade, dass ich keinen Fotoapparat bei mir hatte, als Nathan, nachdem er alles sorgfältig zusammengepackt und aufgerollt hatte, still und leise auf dem Gepäck saß und erwartungsvoll in die Runde blickte, endlich ein Lebenszeichen in irgendeiner Ecke zu registrieren. Ich glaub, er verharrte so, wie eine Katze vor dem Mausloch, eine ganze Stunde lang, bis dann Romy auf die Idee kam auf den Klettergriffen über ihr ein wenig Morgengymnastik zu machen. Auf einen vorwurfsvollen Blick von mir, aber schnell wie ein Wiesel wieder in ihre Höhle tauchte.

Trotzdem finden stets alle das Übernachten in einem Turnsaal megacool. Vielleicht schon bald wieder.

 

Bericht: Karin Lugsteiner

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