6.TC

Wörgl Lahntal

28.09. 2019

 

Ein idyllisches Örtchen am Möslbichl wählte der OL Kufstein zum Wettkampfzentrum für den 6. Tirolcup 2019. Über 90 Teilnehmer genossen dort frühherbstliche Stimmung und gute Organisation. Es schien so, als ob der beginnende Herbst allen Ruhe und innere Zufriedenheit einflößte.

Das Waldcafe Köfler war der perfekte Ort für ein Tiroler OL Stelldichein. Es war für alles gesorgt. Die Kinder konnten sich am Spielplatz austoben oder mit Helgas Huskies nette Touren unternehmen; die Erwachsenen und begleitenden Eltern hatten die Wahl zwischen Sitz am OL Rucksack unter schönen Bäumen im Grünen in Gesprächsrunden, auf der einladenden Terrasse oder in der warmen Stube, in der es nach Köstlichkeiten duftete. Ein großer Carport diente als Schutz vor Regen, der aber nicht in diese Idylle passte und wohlweislich ausblieb.

Mit der Bahnlegung hatte sich Peter Unterberger befasst. Birgit Konrad Frey besserte mit Könnerauge nach und verfeinerte. Das Laufgebiet, auf dem man sich auch wirklich bewegen durfte, war relativ klein, denn die vielen Wiesen konnten die Bahnleger so früh im Herbst noch nicht einbeziehen. Gäbe es nicht einige breite, deutliche Wege, wäre das Orientieren und Vorwärtskommen sehr schwierig, da 80% der Waldfläche von unfeinen Spezies, wie Dornenranken und undefinierbarem Gestrüpp erobert worden ist. Auf den Wegen laufen und kurze Abstecher ins Geranke machen, das war dann nicht so schlimm.

Der Urwald begann wirklich an den Wegrändern. Die Kinder, vor allem Beginner, jammerten, dass sogar Postenschirme, die neben dem Weg kartiert und platziert waren, schwer zu finden waren, weil sie „sooooo versteckt waren!“. Ja, da muss man sich einen geeigneten Attackpoint auf dem Weg suchen und dann nicht gerade zimperlich hineinpflugen. Dass chicke Sommersöckchen für solche Expeditionen nicht gerade von Vorteil sind, das habt ihr nun wohl hoffentlich endlich verstanden!!!

Herausragende Leistungen aus meiner Sicht, vollbrachten Moritz Grissemann, dem endlich ein langersehnter Sieg in der H12 Klasse gelang , Lena Ennemoser, die vor allem den schwierigen zweiten Teil sensationell gut lief und ihrer Tiroler Konkurrenz 16 Minuten abluchste und alle Anfänger, die lange brauchten, aber den Kurs meisterten. Moritz müsste eigentlich noch in der H10 Kategorie laufen, die ihn aber unterfordert. Dass er Konkurrenz für die Läufer in der 12er Kategorie ist, das ist außergewöhnlich. Weiter so!

Für die meisten Kategorien gab es einen richtig tollen Downhill Sprint vom letzten Posten ins Ziel. Slalomrennstrecke durch die Bäume hindurch! Megacool!

Vielen Dank dem Team des OL Kufstein für dieses einträchtig nette, herbstliche OL Erlebnis.

 

Bericht: Karin Lugsteiner

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