20200223 120553 resizedÖSTM Sprint

4./5. AC

Hohentauern

22./23.Februar 2020

 

 

Lange in diesem Winter hatte die Sparte SKI-O Probleme ihre Wettkämpfe auszutragen.

Jetzt geht es Schlag auf Schlag! Ramsau folgte letztes Wochenende Hohentauern. Bereits am kommenden Wochenende gibt es zwei interessante Bewerbe in Niederthai. Das war’s aber dann auch schon. Ein AC Sprint mit Jagdstart und die österreichische Staffelmeisterschaft in Niederthai am Samstag und Sonntag werden die SKI-O Saison 2020 beenden, die sich als überaus schön entpuppt hat.

In Hohentauern, der kleinsten Gemeinde der Steiermark, organisierte Fritz Marth , den eine besondere Liebe mit SKI-O verbindet, die österreichische Staatsmeisterschaft im Sprint und einen Austriacuplauf über eine Mitteldistanz. Mit seiner Idee und seinem Einsatz beflügelte er uns mit zwei Läufen in wahrlich einzigartigem Laufgebiet, das geschaffen wurde für unseren Lieblingssport! In diesem weiten Tal mit offenen Wiesenhängen, die immer wieder von Waldstücken unterbrochen sind und einem umfangreichen, großartig gespurten Loipennetz, war es berauschend, knifflige Rätsel zu lösen.

HG und ich, wir freuen uns, dass wir viele Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene des OII motivieren konnten, der Einladung des SKV OLG Deutsch Kaltenbrunn, zu folgen. Es war ein feines, lustiges, erlebnisreiches und vor allem für unsere „Newcomers“, aber auch für uns Erwachsene, lehrreiches und inspirierendes Wochenende.

Trau dich mal als Einsteiger in den SKI - O Sport mit acht, neun, zehn und elf Jahren in der Kategorie 14 zu starten, in einem Gebiet, das dir vollkommen fremd ist, auf dich alleine gestellt…Hut ab vor so viel Mut und Selbstvertrauen! Es fühlt sich an, wie ins kalte Wasser geworfen zu werden ohne schwimmen zu können. Da wir im heurigen Winter einfach nicht Gelegenheiten hatten mit Karte zu trainieren, blieb uns nichts anderes übrig als auf das Konzept „Learning by Doing“ zu vertrauen. „Nimm dir die Zeit, die du brauchst!“ Das ist wohl und beruhigend gemeint, aber im Wettkampf sind dies für Kinder Worte, die bei dem einem Ohr hineingehen und beim anderen unverdaut wieder hinaus. Das Kämpferherz räumt ihnen keinen Platz ein! Das muss auch erst gelernt werden.

Wir sind wahnsinnig stolz auf unsere Kids, die bei den tollen Bewerben in Hohentauern Höchstleistungen erbracht haben in Bezug auf Angst wegstecken, sich eisern konzentrieren, sich total anstrengen und aufgeben nur im äußersten Notfall. Sie meisterten eine ungeheure Challenge. Da kann sich jeder Erwachsene ein Blatt abschneiden!

Wir freuen uns aber auch riesig über das gute Abschneiden von Barbara Gindu Ferrari in D35 ( ÖM Silber und ein AC 3. Platz), Barbara Perktold in D18 kurz ( ÖM Bronze und ein AC 3. Platz) Lena und Lisa Ennemoser in D 20 (beide Male ein 1. und 2. Platz – bei der ÖSTM Sprint verpasste Lena wegen eines irritierend nicht eingezeichneten, verfallenen Zauns, knapp eine Staatsmeisterschftsmedaille in der Elite!!! – und wären Lena und Lisa am Sonntag in der D Eliteklasse gestartet, dann hätten sie über die Mitteldistanz Platz zwei und drei erobert!) – David Perktold in H14 ( ÖM Gold und ein AC 1. Platz), Benedikt Perktold in H17 (ÖM Bronze und ein AC 3. Platz), Lilli Egger in D14 (ÖM Silber und ein AC 3. Platz), Anika Floian in D17 (ÖM Silber und ein AC 2. Platz) und Vanessa Mark in D14 ( ÖM Bronze).

Einen dicken, großen Orden umgehängt bekommen alle für ihr löbliches Benehmen. Ein Erwachsenenteam aus Wien, das auch im Draxlerhaus nächtigte, meinte: „Man hört eure Kinder am Abend nicht, in der Nacht nicht, in der Früh nicht…die sind aber brav!“

Bei der routinemäßigen Zimmerkontrolle vor der Abreise traute ich meinen Augen kaum. Manche der Zimmer schienen wie unbenutzt, kein Fuselchen am Boden, die Betten säuberlich aufgebettet, die Handtücher zusammengerollt, schön dekoriert auf den Betten, wie bei der Ankunft, alles frisch gelüftet, nichts vergessen! Florian, unser Busfahrer, schmunzelte verschmitzt: „ Wo waren denn die in der Nacht?!?“

Auch die Idee, die übrigens nicht von uns Erwachsenen kam, sich mal bei der Zimmerbelegung durchzumischen, damit nicht immer die gleichen sich zusammentun, zeugt von sehr viel Reife und sozialer Intelligenz. Bravo!!! Lediglich der aufgebrummte Tee als Frühstückseinstieg, wenn am Buffett ein goldener Apfelsaft lockt und der Haferflockenbrei, wenn Crossoints, Kuchen, Semmel, Wurst, Nutella und Co ins Auge stechen und den Gaumen jucken, sorgte für skeptische Minen ( ist das wirklich euer Ernst?!?).

Auch das Schiwachseln an einem Samstagabend, den man in einer so behaglichen Unterkunft verbringen durfte, stieß auf Naserümpfen. HG stellte zwei Fragen:

Frage 1: Wer hatte heute das Gefühl, die Skater liefen nicht richtig gut?!?

(Mit solch einem Wärmeeinbruch haben wir nicht gerechnet und griffen bei der Vorbereitung nicht zum idealen Wachs!) Da zeigten ziemlich einige auf.

Frage 2: Wer möchte jetzt nach dem Essen seine Skater neu präparieren?!?

Da fuhren anstatt der Arme und Hände die Nasenflügel hoch. Irgendwie waren HG und ich aber, ehrlich gesagt, erleichtert und der Palatschinken mit Vanilleeis, Sahne und Schokocreme mundete herrlich!

Dass unsere Großen, wie Lena und Lisa und Benni (Oberstufe!) noch häufig mit uns mitkommen, ist Gold wert. Sie sind nicht nur Vorbilder für die Kleineren, sondern liebevolle Schutzengel, Betreuer, Spaßmacher, Kummerboxen, Animateure etc. Vielen, vielen Dank dafür!

Winzige, bunte, magnetische Kügelchen, aus denen emsig Schmuckstücke angefertigt wurden, verkürzten die langen Busfahrten. Natürlich auch der Handybetrieb! Doch die Fahrt durch Deutschland mit Handypause kann verdammt lange dauern! Einzelne kramten spätestens dann ihre Schulsachen hervor, übten Vokabel und paukten Mathe und für die Sanitäterprüfung.

Es kam an diesem Wochenende nichts zu kurz!

Ich hoffe, dass die SKI- O Gestelle die einzigen sind, die nun zum Trocknen aufgefädelt an der Leine hängend, alles hängen lassen.

Bericht: Karin Lugsteiner

 

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