Es geht weiter

Seit 01. Mai dürfen wir unter bestimmten Corona Vorkehrungen wieder trainieren.

Der OII hat bis 06.06. sage und schreibe 19 Trainings organisiert, die stark von bewegungshungrigen Mitgliedern besucht wurden. Die Druckmaschine lief heiß! Die Wälder um Imst und Innsbruck belohnten uns mit schönen und lustigen Erlebnissen.

Nicht immer war das Wetter ideal, auch Kälte und Regen mischten sich dazu. Aber Nässe von oben und unten erfrischt, erquickt, erneuert…macht letztendlich unheimlich zufrieden und froh.

Auf Grund der Abstandregelung war es schwierig das Kiddy Training abzuhalten. Da half man sich mit überaus langen Startzeitfenstern und mit der Unterstützung der Eltern, die ihre Kinder stets auf ihren Runden begleiteten. Gemeinsames Aufwärmen, gemeinsames Spielen, gemeinsamer Cool Down waren freilich nicht möglich. Doch es entpuppte sich diese coronabedingte Form der Trainingsabwicklung in vielen Dingen auch als sehr vorteilhaft.

Zeit für jeden Einzelnen, mehr Konzentration, besseres Kennenlernen, großes Bemühen der Eltern (nicht einfach Kinder abgeben), mehr Ruhe und Entspanntheit.

Karin übernahm als Trainingsleiterin zusätzlich vor allem Bewachungs- und Regenschutzaufgaben. Rucksäcke, Jacken, Autoschlüssel, Karten, Getränke, Kuscheltiere… alles wurde ihr anvertraut. Manchmal war‘s leicht, so leicht, dass sich zwischendurch sogar meditatives Sinnieren ausging. Andere Male schwitzte sie wahrscheinlich mehr als die Läufer, wenn zum Beispiel neugierige Jungkühe Appetit auf Postenschirme, auf Karten, auf Desinfektionssmittel, etc. bekamen.

Bei einem Training zählte sie gleich 20 Stück, die nach friedlicher Siesta (wenigstens in Ruhe Postensetzen ging sich aus) ins Geschehen miteingebunden werden wollten. Die Kühe erspähten das Rot der Postenschirme. Das weckte ihren Spieltrieb. Karin sah rot und lief im Kreis. Postenschirme höher setzen …keine gute Idee… Karin zu klein und Victor nicht da. Postenschirme fester anbinden, auch nicht. Da wurde dann solange daran gezerrt, dass entweder Äste abbrachen, oder der Postenschirm riss.

Beim letzten Kiddy Training ging es um das Thema Superman. Nach kurzen Aufwärmflugtrainings ging’s auf die Bahn mit der Mission, ein Tierlein zu retten. An drei Stationen fanden die kleinen Helden Dinge vor, die sie dazu brauchten und an einer Station klarerweise ein kleines Stofftier. „Was ist denn da Feines?!? Ansabbern wird wohl noch erlaubt sein?“, dachten die Kühe. „Nun geht ihr zu weit!“ dachte sich Karin. Kurzentschlossen ergriff sie einen Stock und verteidigte vehement. Siehe da, die Kühe erkoren sie zu ihrem neuen Hirten und folgten ihr zur Sammelstelle. Dort galt es die anvertrauten Sachen zu beschützen. Und da saß Karin mit ihrem Stock, hinter ihr die Schätze, vor ihr die Kühe, die geduldig auf weitere Aufträge warteten. Und wehe eine streckte ihren Hals zu weit vor! Soweit alles im Griff!

Doch, wie soll’s anders sein, ein weiteres Rudel nahm zielgerecht Fährte auf die Box mit den Plüschtieren. (Zudecken half nichts!) Unbedingt retten! Sprint einlegen! Für die Unbeaufsichtigten endlich Zeit, Karin’s Schätze zu erforschen. Aber Gott sei Dank, eine weitere Familie traf zum Training ein, überblickte schnell die Situation und schritt rettend ein. Riesengelächter! Schon deshalb hatte es sich gelohnt zum Training zu kommen.

Auch Wanderer entzückten sich an diesem Schauspiel. Nur meinten sie, all die Kühe gehören Karin. Weil sie wahrscheinlich so ruhig blieb und die Herde mit kleinsten Augen- und Stockbewegungen zu bezirzen schien. Da hatte dann niemand Angst und getraute sich direkt durch die Herde weiter zu gehen. Auch die Kinder verloren die Angst, behielten aber Respekt. Fein!

Es ist immer lustig mit uns und bei uns. Nicht nur Leistung steht im Vordergrund!

Ein Training kann zum Beispiel auch als Stimmungsumwandler genutzt werden. Ein kleiner Bursche kam ziemlich mies gelaunt und grantig zum Training. Danach war alles Negative verflogen und die ganze Familie wieder happy.

Solche Erlebnisse bestätigen uns in unserem Tun. Und so machen wir weiter!

Bericht: Karin Lugsteiner

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