intro_ski3. und 4. Ski OL AC

 Rogla, Slowenien

19./21. Jänner 2013


Rogla ist ein Synonym für wahres Wintervergnügen und ein Paradies für Schneeverliebte…so lese ich auf verschiedensten Internetseiten. Vorbildlich präparierte Pisten und mehrere 10km lange Loipen  erfreuen alle Schneenarrischen vom Spätherbst bis zum Frühjahr.


Auch uns blieb das Herz stehen, ob dieser schönen, gewaltigen Schneepracht. Schade, dass wir diese nur am Samstag genießen konnten, als das Wetter zwar frostig  kalt , aber äußerst entschlossen, uns diese traumhafte Kulisse feilbot. Über Nacht nämlich,  verwandelte sich der gesamte Bergrücken dann in ein  feuchtes Dampfbad, das die Sicht auf Landschaft verwehrte und Orientieren ziemlich schwierig machte. Ein starkes 10köpfiges Tiroler Team jedoch,  kämpfte sich an beiden Tagen unbeirrt an die vorderste Front.


Wie eine Nadel im Heuhaufen suchten wir zuallererst mal das winzig kleine Wettkampfzentrum. Wo versteckte es sich bloß? Zeitaufwändiges und nervenraubendes Herumkurven in niemals endenden, überfüllten Parkanlagen, auf der verzweifelten Ausschau nach nicht vorhandenen OL Schildern trübte anfangs ein wenig die Stimmung. Doch alle schafften es, in letzter Minute  noch rechtzeitig zum Start zu kommen, zumal dieser um  eine halbe Stunde verschoben wurde, da das kleine slowenische Organisationsteam unter der Leitung von Wolfgang Pötsch noch nicht bereit war. Die starken Schneefälle, -stürme und Verwehungen der Tage zuvor bedeuteten Schwerstarbeit! Die breiten Standardloipen waren nicht so sehr das Problem, dafür gibt es ja Maschinen, aber die schmalen Spuren, die mussten ständig neu gezogen werden und das buchstäblich von Hand mit einer kleinen Schneehexe, beschwert durch einen Autoreifen, wie wir beobachteten und während des Laufens auch qualvoll zu spüren bekamen. Verdammt, die strichlierten Linien waren gerade mal hüftbreit. Stockeinsatz nicht ratsam, weil man zu tief einsank. Da war guter Rat teuer. Leicht abwärts okay, aber aufwärts? Aber vielleicht nahm wieder mal nur ich die Spuren von der verkehrten Seite her in Angriff. Gott sei Dank gab es nicht viele solche, das meiste spielte sich auf breiten Loipen ab, die aber ziemlich auf und ab gingen und auch anstrengend waren. Punktierte Linien mied ich, denn für einen Storch auf einem Bein, sprich Ski,  bin ich zu alt!


Es war ein Rennen mit kleiner Teilnehmerzahl, ohne Speaker, ohne Infrastruktur, irgendwie richtig heimelig. Man rückte zusammen im winzigen Hüttlein und unter dem herrlich Wärme spendenden Strahler. Leider passierten einige Missgeschicke, die ärgerlich waren. Martina Kogler, zum Beispiel, erhielt die falsche Karte, für mich hatten sie am Sonntag nicht mal eine. So mancher musste eine Notzwickung in die Karte vornehmen , da die Station nicht reagierte. Doch das verzieh man den slowenischen Partnern, die erst noch Erfahrung sammeln müssen.


Am Sonntag hing der Nebel tief und zudem regnete es. Die Skier waren mühsam in Fahrt zu kriegen. Zum Massenstart mancher Kategorien kann ich gar nichts sagen, da ich im Auto Schutz suchte. Ich startete als allerletzte ( musste ja  auf eine Karte warten) und war bald restlos verloren im dichtesten Nebel. Zu spät kam ich auf die glorreiche Idee, mal die Brille abzunehmen, damit ich wenigstens sah, wie die Spur weiterging. Aber da hatte ich bereits minutenlange, verzweifelte Irrfahrten hinter mir!


Aber die Erfolge und Leistungen all der anderen sind echt super! Adrian vermehrte sein Punktekontingent gleich um 200!!! Er belegte an beiden Tagen den 2. Gesamtrang. Bei dieser Gelegenheit solltet ihr auch erfahren, dass er die  heurige Ski-O Tour, zu der sechs Rennen in Frankreich, der Schweiz und Italien zählten, mit einem hervorragenden 2. Gesamtrang beendete.


Jeweils die Schnellsten in ihrer Kategorie am Sonntag waren auch Isabel Hechl (Damen Elite), Martina Zweiker (D35) und Leyon-Lind Malin (D 18 kurz).


Martin Raffler (NF Kitzbühel) lief an beiden Tagen auf den 2.Platz. Martina Kogler wurde am Sonntag 3., Georg Hechl 3. am Samstag und Bernhard Kogler erreichte bei beiden Rennen in der stark besetzten Herren Eliteklasse  jeweils den 4. Rang.


Am kommenden Wochenende macht der österr. Ski OL Zirkus Halt im Gschnitztal. Es werden auch zahlreiche Ski OL Akrobaten aus der Schweiz, aus Deutschland und Italien erwartet. Es wird  das beliebte touchfree Kontrollsystem zum Einsatz kommen. Das Tiroler Team möchte im Heimspiel natürlich neuerlich stark auftreten und den Siegeszug fortsetzen. Auf geht’s!!!


Bericht: Karin Lugsteiner

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