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Österr. Meisterschaft und Staatsmeisterschaft Ski OL Middle und Long


4.und 5. AC

Trins, Gschnitztal, 26./27. Jänner 2013


 

Im Schatten der spektakulären Großveranstaltung in Kitzbühel ging in Trins ein kleines, feines Ski OL Rennen über die Bühne, das selbst WM Teilnehmer begeisterte und verzauberte. Neben der sportlichen Höchstleistung fanden  Genuss und Spaß viel Platz, sich zu entfalten und alle Lebensgeister zu wecken. So schön war das Wetter, so wohltuend die Landschaft, so herrlich die Struktur des Schnees, die auch Querfahren zuließ, so motivierend  Bahnlegung und touchfree Kontrollsystem. Auch Showeinlagen gab es einige, die filmreif waren.


Dahinter steckte viel Arbeit, die ein sehr kleines Team mit großem Einsatz bewältigte: Hans Georg Gratzer, Adrian Wickert, Wolfgang Pötsch, Joakim  Strickner, Richard Werner und ein sehr verständnisvoller Trinser Loipenfahrer. Papa HG ist sichtlich stolz auf Sohnemann Adrian, der mit so jungen Jahren sich immer mehr zu einem Zeitnehmungs-, Bahnlegungs- und Organisationskünstler, ja richtigem Guru entwickelt. Er sprüht vor Ideen! Er ist auch sicherlich der einzige in Österreich, der das touchfree System in Griff hat. Dass dieses berührungslose System noch Minifehler birgt, dafür kann er nichts. Scheinbar ist es in Stresssituationen, wenn mehrere Fahrer gleichzeitig registriert werden wollen ein wenig überfordert. Oder es kann auch passieren, dass der eigene Chip zu Beginn des Rennens nicht genügend aktiviert wird. Doch es gibt die Möglichkeit, selbst zu kontrollieren, ob er arbeitet und jeden Posten vermerkt. 10 Sekunden lang leuchtet nämlich ein rotes Lichtlein, um zu zeigen, dass alles okay ist. Wie so oft im Leben, ist Kontrolle enorm wichtig! Es wird aber sicherlich noch eine Weile dauern, bis jeder Teilnehmer auf eigenverantwortliche  Selbstkontrolle nicht vergisst!  Auf alle Fälle ist dieses System vor allem für Kartenvorausleser eine tolle Herausforderung. Denn die Vorteile des  bremslosen Vorbeifahrens kann man nur optimal nützen, wenn man die Spur von der richtigen Seite her anfährt, man also keine 180 Grad Kehrtwendung zum nächsten Posten machen muss! Logisch!


Vor allem die Schweizer Athleten vom Ski-O Swiss Team gaben eine imposante Demonstration ihres Könnens. Da läuft alles fließend, ohne Stopp. Zäune überquert man geschickt, ohne die Skier abzuschnallen, über tiefe Gräben springt man, indem man die Skier vorausschickt, auf schmalen Spuren aufwärts wendet man eine ganz eigene Scooterspringtechnik an, abwärts lässt man die Skier laufen, was das Zeug hält und wann immer möglich erhöht man das Tempo mit Einserrhythmus und gewaltigem Stockeinsatz. Sie sind echte Akrobaten! Eigentlich waren sie kaum zu schlagen. Sie absolvierten zwei Läufe mit solch faszinierender Leichtigkeit, Wendigkeit und Spritzigkeit, dass es eine Augenweide war,  ihnen zuzusehen. Für  sie bedeuteten diese beiden Rennen,  laut Teamchef,  eine optimale Vorbereitung auf die anstehenden WMs in Lettland und Kasachstan. Sie meinten, solch tolle Gelegenheiten werden sie in Zukunft öfters nützen, denn Ski OL in Tirol legt Wert auf hohen Standard und hohes Niveau.


Für die Bahnlegung am Samstag zeichnet Hans Georg Gratzer unter Aufsicht des ÖFOL TD Wolfgang Pötsch verantwortlich, für Sonntag Adrian Wickert. Sie verstanden es, uns ab und zu in eine Falle zu locken. Es war stets extrem wichtig sich rechtzeitig zu vergewissern, ob man auf der richtigen Seite des Baches und auch auf der richtigen Seite der vielen tiefen Wassergräben war, ansonsten hieß es einen abenteuerlichen Sprung zu wagen, oder lästige Umwege zusätzlich zu laufen. Sichere Überquerungen waren nämlich Mangelware. Auch die zahlreichen Zäune hatten es in sich! Meiden? Überqueren? Ski abschnallen? Dazwischen durchwinden? Abbauen? Ein Kameramann hätte da und dort richtig lustige Filmszenen drehen können! Es gab auch interessante Routenwahlen. Und auf der Langstrecke auch zwischendurch die Möglichkeit auf breiten Loipen anständig Gas zu geben! Vorausgesetzt die Skier waren richtig gewachst! Doch auch die schmalen Spuren ermöglichten flottes Vorankommen, da sie dank HGs und Joakims zahlreichen Skidoostunden so gut präpariert waren.


12 Tiroler gingen diesmal an den Start. Ganz neu dabei war Andrä Hölzl (NF Kitzbühel) in der H14 Klasse. Er schaffte auf Anhieb die Runde ohne größere Fehler. Bravo!


Gemeinsam bringen wir viele Titel nach Hause. So gab es je zwei österr. Goldmedaillen für Martina Zweiker und mich , Silber in der Elite für Isabel Hechl (Long), Silber in der Elite (Middle) für Bernhard Kogler und einen dritten Platz in der Elite (Middle) für Malin Leijon Lind. Zweimal Silber für Nina Madl, einmal Silber für Georg Hechl (Long), einmal Silber für Martina Kogler (Long), der große Pechvogel der Spiele! Kaum zu glauben, aber schon wieder eine falsche Karte!


 Wir freuen uns sehr über die sportlichen Erfolge, aber die Freude darüber, solch frische Wintermusik, solche Wonne, solches Prickeln, wenn der Schnee beim Abfahren im unverspurten Gelände staubte, erlebt zu haben, die sitzt noch mal um eine Spur tiefer!


Ein großes Lob und Danke gilt auch den Betreibern der Gaststätte beim Schilift, die uns bei allen Anliegen sehr entgegen kamen. Wir kommen sicher wieder! Trins und das Gschnitztal bleiben in allerschönster Erinnerung!


Bericht: Karin Lugsteiner


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