ORIENTIERUNGSLAUFCAMP 2009 IM SCHÖCKLLAND

 

 

Gepflegte, schöne Wellanlage, kleine, vogelhausähnliche Schlafhüttchen auf Stelzen, gutes Essen, warmer, freundlicher Badesee, cooler Beachvolleyball- und Tennisplatz, Kegelbahn, etc.,...das klingt nach „Wohlfühlen“!

 

Stern-OL, 2er Eierlauf, Auffangübungen, Leitlinienaufgaben, 3er Teambewerb, reduzierte Karte, Höhenschichtenlinien-OL, …das klingt nach interessantem, anspruchsvollem Techniktraining!

 

Lustiger Duathlon-OL (Kombination aus Schwimm- und Sprint-OL),

rasanter Downhill-OL, spannende, aus allen Campteilnehmern bunt zusammengewürfelte Abschluss-Staffel, …das klingt nach jeder Menge Gaudi und Abenteuer!

 

Meterhohe furchteinflößende Brennesselranken, stachliges Brombeergestrüpp, knietiefe Gatschlöcher und –rinnen, umgestürzte Bäume, krachendes Groß- und Kleingeäst - auf Bauchlandungen am Boden lauernd –…das klingt nach ungestümer OL – Leidenschaft noch wenig routinierter Läufer, die dem Befehl der Kompassnadel verbissen gehorchen!

 

Schürfwunden am Knie nach heimlichem, frühmorgendlichem Badetrip zum See, überpünktlicher Sturm aufs Essensbuffett (das Nutella könnte sonst alle sein!), geheimnisvolles Gewitterkauern in Erdlöchern unter den Hüttchen , ständiges Suchen und Finden diverser Socken, SI-sticks, etc. in chaotischen Allerlei-Bergen, erfahren, dass ein Viererwatter mehr Spaß macht als so manches actionreiche Computerspiel, aus dem Busreinigen eine Orgie veranstalten, meist erst im letzten Abdruck „sich fertig machen“, es aber trotzdem immer wieder schaffen, HG nicht zum Verzweifeln zu bringen und pünktlich in voller Montur zu wichtigen Terminen anzutreten…..das klingt nach Lausbuben, fünf Stück an der Zahl (Jona, Christian, Lukas, Frank und Philipp) – die die  Organisatoren des Camps - der Einfachheit halber - allesamt HG-SCHÜLER betiteln! (Fein, somit bin ich aus dem Schneider!)

 

Wenn man das alles zusammenreimt, was ergibt das dann? BINGO – die Teilnahme einer kleinen Tiroler Abordnung am diesjährigen offenen ÖFOL Jugendtrainingslager in Kumberg und St. Radegund. HG und Adrian natürlich makellos an vorderster Front und ich schmunzelnde Beobachterin am Ende der Reihe!

 

Es war wieder mal richtig „bärig“ und wenn das so weitergeht, werdet ihr mich nicht mehr los! Mein persönliches Highlight war der Downhill-OL am Samstagnachmittag. Strömender Regen – raus aus dem Bus- und los- laufen, springen, rutschen, stolpern, kegeln, rollen-JUHUHH!-natürlich meist an den Posten vorbei. Also wieder rauf- verdammt, wo bin ich denn eigentlich? Es kracht, es donnert, es gießt aus Kübeln, meine Brillen laufen an, es ist niemand mehr weit und breit, saftige Pfifferlinge schießen mir entgegen und bringen mich noch mehr draus - aber alle Posten will ich finden, das steht fest, auch wenn ich mich erst wieder portionsweise in filigraner Feinarbeit auffangen muss, die Karte kaum noch lesen kann und streckenweise beim Hinaufklettern auf dem Bauch wieder retour rutsche. Ich schaffe es tatsächlich und bin richtig stolz darauf!

 

Was wir diese vier Tage im Steirerland deutlich gesehen und gespürt haben, ist unsere (ausgenommen Adrian und HG natürlich!) ziemlich lausige Laufkondition. Darum lautet nun auch der Auftrag von HG, zweimal wöchentlich sich im Laufschritt auf die Untermarkter Alm zu befördern! Hat er wohl nicht zu intensiv die OL-WM in Ungarn verfolgt?!?

Aber er motiviert und lockt mit einer äußerst reizvollen Finnlandkarte!

Ui, das wäre was!!! Also doch den Berg hinauf keuchen!

 

Bericht von Karin Lugsteiner 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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