Free Order – a new challenge!


Bei herrlich schönem, warmem Frühlingswetter wurde am 24. April der traditionelle Innsbruck-Stadt-OL ausgetragen. Mit neuen, ungewohnten Spielregeln, die uns ziemliches Kopfzerbrechen bereiteten. Waren viele vor dem Lauf noch eher skeptisch, ertönte ein anerkennendes und begeistertes Wohlwollen später aus aller Munde. „Echt ein interessanter und guter Bewerb!“





Okay, free Order, was bedeutet das?


-                     vor der Qual der Wahl stehen

-                     noch mehr Entscheidungen unter Zeitdruck treffen müssen

-                     sich wünschen, es gäbe Auszeiten, wie bei vielen anderen Sportarten

-                     einen overall view entwickeln versuchen

-                     Erinnerungstaktiken erfinden und anwenden (aufschreiben/ anmalen/ anreuzen/ abhaken/ durchstreichen/ durchlöchern/ einprägen/ mit bemalten Lippen die einzelnen Ringelen küssen – alles war erlaubt!

-                     mit geschickter Routenwahl unglaublich punkten

-                     hartnäckig einen Wollknäuel entwirren

-                     Geduld haben

-                     Nerven bewahren

-                     Gefahr eingehen, einen Posten zu übersehen

-                     beim Auslesen Schrecksekunden erleben oder

-                     dem Bediener glücklich um den Hals fallen


Ein wenig an Venedig erinnerte die Stimmung. Musste man sich doch zeitweise durch Menschenmassen durchdrängeln. Verliebte Pärchen, Gelati, überfüllte Straßencafes, Hündchen an der Leine, Fotoshooting, Streetlife in the City –berührend! Ich würd’s am liebsten heute noch mal tun! Fühlte mich beim Laufen herrlich eingebettet und umgarnt vom sonntäglich leichten, schlendernden Stadtleben.

Mit rotem Kopf und beschwingter Seele spurtete ein jeder ins Ziel am Sparkassenplatz. Der Ärger über einen vergessenen Posten verrauchte schnell! Dass dies auch den Routiniertesten passierte und vielen, das tröstete sehr. Lediglich die Damen (19-34) schüttelten  resigniert den Kopf. Sie wurden nämlich in alle Windrichtungen zu entlegensten Orten geschickt. Es war für sie ein recht großes Laufpensum zu erfüllen. Wollte ihnen da  jemand die Lust auf eine Shoppingtour vermasseln!?!

Übrigens, habt ihr bemerkt, dass die Herren Bahnleger ein Spielchen mit uns gespielt haben? Die Reihenfolge der Postennummern auf dem Postenbeschreibungszettel bedeutete die ideale Route! Zumindest auf meiner Karte! Das hab’ ich erst viel zu spät beim nochmaligen Betrachten meiner Bahn vor dem Zubettgehen entdeckt. Echt reingelegt! Aber da gehören immer zwei dazu! Schmunzelnd schlief ich ein!


Danke den Organisatoren und Mitarbeitern des LKI für dieses „andere“, echt reizvolle Lauferlebnis!!!


Bericht von Karin Lugsteiner


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