Noch mehr zu Andalo


Es ist zwar schon ein Weilchen her, aber Andalo habe ich noch nicht ganz verarbeitet. Kein Wunder, habe ich den Bericht doch diesmal für die TIFOL Homepage verfasst. Da konnte ich leider nichts von den Geschehnissen am Rande erzählen. Darum schreibe ich noch mal ein paar Zeilen über diejenigen ARGE ALP Eindrücke und Erlebnisse, die mich zum Schmunzeln brachten oder auch nachdenklich stimmten.


Rot oder blau? Das war eine ganz wichtige Frage.

Okay, ganz einfach! Rotes Zelt gehörte der Jugend, blaues Zelt den Masters. Im einen wurde vorsichtig beschnuppert, geschäkert und geflirtet, im anderen geblödelt, fachgesimpelt und von Hannis Knabbereien und Wein genascht. Kommt es doch so selten vor, dass wir, die Mitglieder der verschiedenen Tiroler Vereine, gemeinsam auftreten und kämpfen können. In einer einheitlichen Kleidung, die allen TIROL mitteilt, wäre das noch einmal so schön gewesen. Aber was noch nicht ist, das kann noch werden.

An dieser Stelle möchte ich mich im Namen von euch allen bei Bernt bedanken, der so wacker und gut die Leitung für uns Tiroler übernommen hat.


Sowohl das rote als auch das blaue Zelt thronten ganz oben auf dem Zielgeländehügel. Wir hatten alles im Visier! Im Griff auch?!? Leider nicht ganz so, wie wir es uns wünschten oder insgeheim erhofften. Wir wollten viele Punkte machen, um Platz sieben vom Vorjahr zu halten. Doch keiner lief das Rennen seines Lebens. Ein, zwei Postenschirme entzogen sich unserem Ansturm ziemlich tückisch! Mochten sie uns nicht?!?


Ich hab’ von rot und blau gesprochen. Dies spielte am Morgen des zweiten Tages eine wichtige Rolle. Hatte man Glück und durfte zum blauen Start, dann erlebte man ein kleines Paradies auf Erden. Wurde man zum roten Start zitiert, dann stand Extremklettern auf dem Programm, also viele Sünden abbüßen. Ui, ui, ui, da hörte man etliche jammern. Oh, wie herrlich tat doch den „Blauen“ der kurze, morgendliche Spaziergang durch romantisch verwinkelte Gässchen zur Talstation einer recht lustigen Bergbahn. Für Schafe oder für Personen?  Auf alle Fälle, waren da keine Sitze, sondern kleine Körbe, in die man sich zu zweit stellen konnte. Ich schaffte es – zugegeben - mit ein bisschen Ellbogentechnik, in einem solchen Käfig mit unserem LKI Präsidenten zu landen.  Ich hatte ihn mal ein paar Minuten ganz für mich alleine und genoss die wunderschönen Herbstbäume, Farben und Stimmungen in der aufgehenden Sonne unter klarem, tiefblauem Himmelstor. Ein stattlicher Hase huschte zum Frühstücksbuffett und hinter uns lag der noch friedlich im Schlaf eingebettete große Lago di Molveno.

Von der Bergstation waren es nur ein paar wenige Schritte zum Start. Durch die Bäume konnte man das Startdreieck leuchten sehen. Ich freute mich richtig auf meinen Lauf. Dass er sehr ruppig werden würde, konnte man am lieblichen Start nicht erkennen. Gut so!

Oje, da kommt HG retour! Er hatte die falsche Karte gezogen. Was hat ihn denn so verwirrt?

Die Käfigfahrt? Die Harmonie am Start? Zu sehen, dass das auch richtigen Routiniers passieren kann, tat echt gut!


Auch Barbara bescherte uns ein amüsantes Hoppala. Am Samstag bei der Staffel. Barbara war Schlussläuferin. War da nicht noch ein Zielposten unter dem Zielbogen? Kann schon sein! Barbara strahlte, sie hatte alle Zeit der Welt, die musste man nicht unnötig anhalten! Auf mein „Hopp, hopp!“ fand sie wieder zurück und gab Gas ins Ziel. Ist das nicht ein gutes Zeichen? OL vermag es, einen in Trance zu versetzen. Herrlich! Da braucht man gar kein langweiliges Yoga!

Habt ihr noch die vielen Pflastersteine, über die wir beim Marsch zum Start schritten, im Gedächtnis? Lauter kleine Österreichs. Übrigens, auch eine Barbara Entdeckung! Fand ich lustig!


Beobachtet habe ich viel den kleinen Lukas. Er sammelte alles: Posten, Gräser, Blätter, Erde, Steine, Grillen und Grashüpfer. Aus dem wird bestimmt mal ein flotter Waldhüpfer, der seine Schritte überlegt und bedacht setzt, um nichts zu zerstören!


Was mir gar nicht gefiel, das war die Siegerehrung in der großen Sporthalle. Die Oktoberfeststimmung mit den lauten, singenden und musizierenden Haudegen, ließ viel Lärm aufkommen und eigentliche keine rühmende Siegesfeierstimmung. Auf der Bühne quasselten die Redner und mit gleichem Eifer unterhielten sich alle Athleten und diskutierten die Routenwahlen, etc. Niemand hörte zu, oder verstand die Botschaften. Wie kann man die Rucksäcke mit den Karten auch nur vor den Ansprachen und Ehrungen austeilen?

Ein schwerer pädagogischer Fehler! Oje, die Lehrerin. Bin schon still!


Bin nun überhaupt still. Das war’s, was mir auf der Zunge lag. Bis zum nächsten Mal, ciao!


Bericht: Karin Lugsteiner













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