Sprint OL (2.AC) in Ried im Innkreis und österr. Mannschaftsmeisterschaft in Holzleithen bei Ottnang am Hausruck

 

(28. und 29. Mai)

 

 

  

 

 

 

 2x erster Rang, 2x zweiter Rang und 2x dritter Rang, das ist die erfreuliche Bilanz einiger fleißiger Tiroler Orientierungsläufer,  

 

 die sich im Postendschungel des Rieder Stadtparks und in den Straßen des angrenzenden Stadtbereiches sichtlich wohl fühlten. Nerven wie Drahtseile, Augen wie ein Luchs, rasante Sprintbeine, schnelle Kombinationsfähigkeit und smarte Berechnung verhalfen zu punktgenauen Landungen. Wie Perlen einer Kette wurden die vielen Posten der Reihe nach im Eiltempo aufgefädelt …  oder eher mit einem Staubsauger aufgesagt?!?

 

Stehzeiten waren verpönt, kleinste Fehler rächten sich. Äußerst betrogen für viele war der extreme Kartenmaßstab (1:4000 !). Alles so nah -  wie bei herbstklarem Wetter! Da hieß es des öfteren, den Radschuh auswerfen!

Mit sumpfigen, hohen Wiesen im naturbelassenen Stadtparkterrain rechnete man eigentlich auch nicht. Das war aber lustig! Die zahlreichen rotweißen Postenschirme, die recht sucherfreundlich angepflanzt waren, fügten sich  frech in die eigenwillige Wildnis des Parks. Nur mit dem übergroßen Kartenungetüm in den Händen konnte man sich absolut nicht anfreunden. Entsetzlich! So ein fotografisches Gedächtnis wär’ halt ein Hit gewesen! Schade, dass man das nicht kaufen kann!

 

Dem HSV Ried war es ein großes Anliegen, die Bevölkerung der Stadt ein wenig in unser Tun zu integrieren. Die Siegerehrung auf dem Hauptplatz inmitten schöner Häuserreihen fand bei großer Fan- und Zusehergemeinde statt.

 

Ja, wer waren denn unsere großen Gewinner? Seinen ersten Austriacupsieg in der Klasse H55 konnte Johannes Wechselberger (OLK) einheimsen. Das war für viele eine große Überraschung! Echt super! Auch Helga lässt uns nie im Stich! Bewundernswert, wie sie das immer wieder schafft! Adrian und Bernhard Kogler (OLK) versäumten den obersten Stockerlplatz  in ihren Klassen jeweils nur knapp. Echt eine tolle Demonstration ihres Könnens! Ihnen nichts nach standen Mama Martina Kogler (OLK) und Sissy. Auch sie durften auf das große Podium hüpfen und einen Sachpreis in Empfang nehmen.

Erwähnenswert ist die Leistung unseres  „Frischlings“ Celina Dabernig (LKI),  die in der D12  Klasse  auf den fünften Rang lief. Einfach so!

 

Sonntags durfte man dann wieder in die „Genagelten“ schlüpfen. In Holzleithen bei Ottnang am legendären Hausruck wurden bei herrlichem Wetter die österr. Mannschaftsmeisterschaften ausgetragen. Für uns Tiroler war es ein wenig ungewohnt, an allen Ecken und Enden „Steher“ und „Wartende“ anzutreffen. Aber das hatte dieser Modus so an sich.

Cool waren die Massenstarts. Wie ungestüme Huskys, die es nicht erwarten können loszupreschen, versammelten sich die einzelnen Teams schön in Reih und Glied, um sich erst mal hungrig auf die Karten zu stürzen, dann gemeinsam Strategien auszutüfteln und erst mit mehr oder weniger exaktem Plan im Kopf loszulaufen.

 

Helga, Angelika und ich bildeten ein geniales Team. Ein Posten, ein wenig abseits gelegen, wollte uns jedoch nicht so richtig ins Konzept passen. Anstatt, dass wir ihn zu Beginn zähmten, verschoben wir ihn auf später. Ein großer taktischer Fehler, denn er gewann immens an Höhe, was Helga dann zu meistern traf. Aber die ideale Route und Aufteilung bei einem Mannschaftslauf zu finden, das ist ungefähr so wie Haus bauen. Man muss es zweimal tun. Auf alle Fälle hat es Spaß gemacht und wir waren äußerst zufrieden mit uns. Dass man auf die Posten zuläuft, ohne viel Gesuche, das war vor allem für mich und Angelika ein schönes Erlebnis.

 

Jaqui bildete mit Celina und Romana ein Team, in dem Jaqui viel Arbeit leistete. Lieber wusste sie die beiden „Kleinen“ sicher am Sammelposten, als irgendwo in der Pampa. Die Rechnung ging auf! Der Zeitabstand zu den schnellsten Teams war eigentlich überraschend gering! Aber Jaqui ko!!!

 

Nach Mountainbike OL, Sprint- und Mannschafts OL freuen wir uns nun aber sehr auf einen ganz normalen OL beim Tirolcup in Haiming am kommenden Samstag. Dass ihr ja alle kommt! Bis dann!

 

Bericht: Karin Lugsteiner

 

 

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