6days_introTropische „6Days of Austria2011“


Ich sitze hier im kühlen Schatten eines riesigen Ahornbaumes im Schwimmbad von Ternitz und lasse die letzen 4 Tage Revue passieren.

Momentan ist Halbzeit und heute ein wohlverdienter Ruhetag. Es sind nicht die abwechslungsreichen, teilweise recht schwierigen OL-Aufgaben, die unsere Kräfte rauben. Vielmehr ist es diese unbarmherzige Hitze. Auch der Kampf gegen die so pflichtbewusste Wald- und Wiesenpolizei, die in unserem Camp viel Süßes wittert und offensichtlich in Partystimmung gefallen ist, macht uns zu schaffen. Und letztendlich die allabendlichen Gelsenattacken.


Wo genau ich mich momentan befinde, das weiß ich auch nicht so richtig. In der Früh und zu Koch- und Essenszeiten im Dschungel mit äußerst nervigen Krabbelviechern, untertags im „südlichsten Italien“, abends und nachts im hohen Norden. Nur der Billaladen gleich um die Ecke, den wir unentwegt aufsuchen, um die ständig hungrigen Mägen der 11 Kids zu besänftigen, erinnert daran, dass wir in Österreich sind, weit im Osten, in Wiener Neustadt, beim 6-Tage-Lauf, den der Heeressportverein hier wunderbar ausrichtet.


Auch die Laufterrains kann ich nicht wirklich alle Österreich zuordnen.

Die erste Etappe in Aspang mit seinem anspruchsvollen Mulden- und Gräbenlabyrinth … okay … auch das Gebiet im hochalpinen Gelände oberhalb St.Coronas ist typisch österreichisch, jedoch das flache Millitärareal am Garnisionstruppenübungsplatz der Statuarstadt Wr.Neustadt auf dem die 3.Etappe abgehalten wurde, erinnerte an eine Savannenlandschaft in Afrika. Für die meisten von uns eine ganz neue Erfahrung. Doch herrlich, dass uns so viel Abwechslung geboten wird.


Es geht uns gut. Wir sind alle wohlauf. Das Campleben verläuft geordnet. Adrian versucht seine langen Beine der primitiven Campingausstattung anzupassen („Schüsseln und Tassen halten, Adrian steht auf!“) und Sabine hält uns mit ihren fröhlich lustigen Reimen und Sprüchen super bei Laune. Mit Mayrhofers, Bianchis, HGs, Scholls, Angelika und Maskottchen Kali bilden wir eine ulkige Großfamilie, die Freund und Leid, Erfolg und Misserfolg, kleine und große Wehwehchen und die verschiedensten Aufgaben teilt.


Darauf führe ich auch die guten OL-Leistungen zurück. Die Kids sind im OL angekommen! Martin Kofler, Celina Dabernig und Romana Gosch können mit den Top-10 mithalten! Ja, Martin gelang am 1. Tag sogar ein Bravourstück. Er belegte hinter dem Schweden Carl Carlsson den ausgezeichneten 2.Platz und verteidigt nach 3 Läufen Rang 6. Ebenso in Hochform befindet sich HG. Beim Savannen-OL standen auf dem Zeitausdruck lauter „1er“. Wow!. Macht das etwa die Liebe, oder die gesunde Vater-Sohn Rivalität? Auch Adrian wartet mit konstant guten Leistungen auf. Helga freilich auch, she´s heading towards the podium.


Wir sind gespannt auf die nächsten Rennen und blicken ihnen mit Optimismus entgegen.


Bericht Karin Lugsteiner


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