Landesmeisterschaften 2011

Kärntner-Salzburger-Tiroler Staffelmeisterschaft

Spittal/Drau, 10./11. September 2011 


Die Karte nennt sich „Wolfsberg- Lug ins Land“. Wie geheimnisvoll und märchenhaft das doch klingt! Was uns da wohl erwartet?


Hm, leider nicht gerade das Gelbe vom Ei:

steile Hänge mit Wolfskrallen,

ein rauer Wald, so richtig zwider und ruppig,

eine recht disharmonische Bahnlegung

auf einer etwas eigenwillig gezeichneten Karte.


So, so…nützt nichts –     Beinchen hoch,

hopp, hopp, hopp,

Pferdchen lauf Galopp,

über all dies Glumpert hier (Ausdruck von Ines!)

kämpfe wie ein Stier!


Bei schönstem und sehr heißem Sommerwetter wurden die diesjährigen Staffelmeisterschaften ausgetragen. Alles war vom HSV Spittal/Drau gut organisiert und lief reibungslos ab. Das gesamte Fahrerlager rund um den Gasthof Lug ins Land zeigte sich herrlich entspannt und friedlich.


Aber schon nach den ersten Staffelläufern, die ziemlich gezeichnet zur Wechselzone kamen, realisierten wir, dass unsere Mission nicht so einfach werden wird. Alle quälten sich - es gab wohl keine bessere Wegvariante! -  dieselbe Asphaltstraße hinauf zum Zuschauerposten. Etliche mit Kratzern und Schrunden. Nach solcher Anstrengung füßelte kaum einer leicht und behend durch die wartende Zuschauermenge, um noch mal kurz im Wald zu verschwinden.


Halt, ist nicht wahr. Robert muss vor der letzten Kurve eine gehörige Dosis Red Bull erwischt haben, denn er schwebte grinsend vorbei! Der Neid konnte einen packen! Doch später verriet er uns das Geheimnis. Die lange erbarmungslose Asphaltstraße gemütlich hinaufspazieren und  erst sobald der Film läuft, in schwebenden Laufschritt umschalten! Hast uns reingelegt!


Doch Spaß beiseite. Welche Tiroler Vereine konnten einen Staffelsieg feiern? Bei den Herren war es der LKI mit Adrian und Mühli, bei den Damen KUKI mit Isabella Hechl und Martina Kogler. Alle vier legten jeweils zwei fulminante Läufe in diesen gefräßigen Wolfswald.


Am Sonntag liefen wir im selben Gebiet, auf derselben Karte, nur der Maßstab war anders (1:10.000) und der Weg zum Start ging ziemlich weit Richtung Tal. Auweh, das werden dann viele Höhenmeter sein, bis zum Ziel beim „Lug ins Land“! Da wurde arg gemunkelt, dass die Angaben auf der Postenbeschreibung sicherlich nicht stimmen, um uns nicht zu sehr zu demotivieren.


 Am besten nehmen wie’s kommt! Oben warten eine feine kalte Dusche im Freien und ein kühles Bier!


Doch oben angelangt, graulten viele erst mal kopfschüttelnd ein Weilele. Die müssen alle dem Wolf begegnet sein, der sie den Hang hinauf hetzte und dann wieder retour, um neuerlich Anlauf zu nehmen hinauf. Oje, der Bahnleger brauchte eine dicke Haut und Bohnen in den Ohren!


Doch ein erquickendes Bad im romantischen Eglisee beruhigte die Gemüter und spätestens beim vereinten Grillteller breitete sich der alte Humor wieder aus.  

Und wer lief am Sonntag echt gut? HG stellte fest, all diejenigen, die sich beim Frühstück mit frisch gekochtem Haferbrei gedopt hatten. Sabine, Adrian und HG. Sie gewannen in ihren Klassen! Helga natürlich auch. Sie braucht dazu sicherlich keine Haferfeinkost! Für Adrian ist dies der erste Sieg in der Eliteklasse. Wollt ihr wissen, wie er sich selbst belohnte? Mit einem Schirollertraining am Nachmittag in Toblach, bei dem er auf Ole Einar Björndalen stieß und mit ihm einen langen Huangart hatte. Da strahlte einer!


Und nun möchte ich noch gerne eines wissen. Wo hielt der grimmige Wolfsbergwald denn Rotkäppchen versteckt?


Karin Lugsteiner, live aus Kärnten

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